Ein Bericht von Din Viesel

SIE – SIND – WIEDER – DAHA!

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Damit das klar ist, »daha« ist definitiv ein deutsches Wort. Punkt aus, müssen wir nicht weiter drüber reden!

Also, was war denn schon wieder los, da am Samstag den 14.12.2019? Ah, Weihnachtsmarkt in Sitterswald. Schon wieder. Ja, kommt tatsächlich öfters vor in diesem Dorf, dass man zur Weihnachtszeit zum Markt lädt. Macht es Sinn, einen offiziellen Weihnachtsmarkt und einen Winter-Zauber-Markt zu haben? Man weiss es nicht!

Auf jeden Fall, wie schon im letzten Jahr waren die Abendländer wieder am Start. Gleich doppelt vertreten, denn wie schon am Winter-Zauber-Markt hat der liebreizende Knappe Nadine seinen Stand drinnen aufgebaut, im Warmen, da mit Musik und so.

Da muss ich mal sagen, drinnen das ist definitiv eine coole Sache! Mal nicht draussen in der Kälte. Gut, ist wahrscheinlich nicht sonderlich hilfreich beim Glühweinverkauf, aber für die Kinder ist es in meinen Augen definitiv ein massiver Vorteil!

Werfen wir mal zuerst noch einmal kurz die Frage in die Runde, sind zwei Weihnachtsmärkte in einem Ort sinnvoll? Halte ich für fraglich. Okay, das Wetter war anfangs so gar nicht gönnerhaft und verhalf mit Regen und viel Wind eher den Weihnachtsmarktmuffeln Argumente, ihr Haus nicht zu verlassen, als jenen, die so etwas gerne besuchen. Aber auch davon abgesehen glaube ich, die Leute waren schon auf einem Markt. Warum noch einer? Um sich noch einmal das anzuschauen, was sie vor ein paar Wochen erst gesehen haben? Na ja, ich weiss nicht. Vielleicht keine so tolle Idee.

Ich will es deshalb mal direkt von Anfang an sagen, gelohnt hat sich dieser Markt weniger, als der Erste in diesem Ort. Dafür gab es einige Gründe und ändern kann man es jetzt ohnehin nicht mehr.

Egal jetzt! Morgens kurz nach 8 Uhr (wo viele ja am Samstag noch tief und fest schlafen), machen sich zwei einsame Knappen auf den Weg, zwei Zelte zu bauen! Ja gut, zwei Knappen und so ein Anhängsel der Abendländer. Ich geb es ja zu, ich laufe da immer mit, aber nur, damit ich auch was zu schreiben habe. Körperliche Arbeit ist ja eigentlich gar nicht mein Ding, aber wie kriegt man es beim Daily Planet beigebracht? Du musst dran bleiben, wenn du eine Story witterst!

Boah, was ich manchmal für einen Quatsch von mir gebe! Das steht doch alles in der Öffentlichkeit! Sollte jemand das nicht ganz verstehen, ist überhaupt nicht schlimm, ist ein Insider!

Da das Anhängsel das Bild gemacht hat, sind die beiden schlecht zu erkennenden Personen natürlich die beiden Knappen der Abendländer. Die liebe Nadine und der lie … verdammt, ich darf doch nicht lügen … net … nicht lügen Dany, nicht lügen … Stefan eben!

Ach was. Stefan und Nadine gehören so ziemlich zu den besten Menschen, die ich seit langer Zeit kennen gelernt habe und es ist eigentlich immer super, mit denen unterwegs zu sein. Da ist es auch egal, ob es an einem Samstag Morgen um diese Uhrzeit ist, wenn man da im Bus dicht an … Dany aus! Sonst heisst es wieder, es wäre grenzwertig!

Richtig los ging es dann aber erst später, nachdem das Zelt mal schön weg geflogen war und Stefan es richten musste. Ich muss dazu sagen, am Morgen haben wir die Stände nur aufgebaut, um die besten Plätze zu ergattern. Eingeräumt war da noch nichts. Das kam erst später.

Gerade zum restlichen Aufbau und der Einrichtung gibt es dabei etwas zu sagen! Zwei Tische und eine Bank wurden den Abendländern vom MGV Kulturgemeinde Sitterswald e.V. zur Verfügung gestellt!

Auch wenn man alles selber holen muss. Zu beachten die wunderbare Rückansicht des Ritters auf der rechten Seite. Der riesige Bommel ist kaum zu übersehen. Gut gemacht Nadine!

Kürzen wir das einfach mal ab. Stand fertig aufgebaut, alle Geräte im Einsatz, Essen in Zubereitung, es kann losgehen! Zeit kurz inne zu halten und mal den Grossteil derer zu zeigen, die für die ganze Geschichte verantwortlich zeichnen.

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Da sind sie ja, die Abendländer. Nicht vollständig, aber der grösste und für diesen Tag auch entscheidende Teil für dieses Zeit! Beeindruckend, wie manche Leute doch grinsen können!

Werfen wir mal einen Blick in die Halle, wo Knappe Nadine, nahezu in kompletter Eigenregie, ihr Zeugs aufgebaut hat.

Jawohl, bei der Dame ist was los! Man merkt, sie ist ein echter Profi und weiss genau, was sie da macht! Für mich immer wieder beeindruckend, mit wie viel handgemachter Ware sie die Stände auslegt. Respekt, riesiger Respekt!

Was kann ich denn nun über den Weihnachtsmarkt sagen. Nun, es war eben ein Weihnachtsmarkt. Vor der Tür die Abendländer und die Feuerwehr, drinnen einige Stände, wo man jede Menge Zeug kaufen konnte. Also, wie man sich einen Weihnachtsmarkt eben vorstellt. Drinnen spielte dann auch noch Live-Musik, was, wie ich nun gehört habe, leider nur mit wenig Applaus bedacht wurde. Eine Schande für das Publikum wie ich finde, man kann Menschen mit Eigeninitiative ruhig auch mal etwas Respekt zollen und in die Hände klatschen kostet kein Geld! Korrigiert mich, falls ich mich da irre.

Draussen war derweil ein kleiner Krieg. Also nein, nicht wirklich Krieg. Eben eine kleine Schlacht. Angetreten waren Rittersteak, Pommes und Irish Coffee gegen Wurst, Dibbelabbes und Lyoner-Pfanne. Quais der Neuling gegen den Platzhirsch! Ich bin da mal ganz ehrlich. Ich war ja bei den Sitzungen zugegen, als es um die Bestellung für diesen Markt ging. Beflügelt durch den Erfolg des Winter-Zauber-Markt wurde nämlich dieses Mal der Bestand an Fleisch massiv aufgestockt. Hier sehe ich einen klaren Organisationsfehler! Unter den gleichen Voraussetzungen, wie es beim Winter-Zauber-Markt war, wäre diese Herangehensweise logisch gewesen. Hätte man im Vorfeld gewusst, dass Dibbelabbes und Lyoner-Pflanne am Stand nebenan angeboten wird, hätte man reagieren können und den Bestand nicht aufstocken müssen. Leider wurde diese Information nicht eingeholt. Das war ein Fehler. Kein dramatischer, aber man sollte es, meiner Meinung nach, als Lehre für nächstes Jahr mitnehmen.

Richtig toll war dann auch das Wetter. So mit Regen und so. Im Winter, bei den Temperaturen, natürlich genau das, was man haben will. Doch sind die Abendländer ja nicht ganz dämlich! Die bauen sich einfach ein Vordach!

Schau an, schon klappt das mit dem Regen! Wobei ich ja mal sagen muss, Edel-Knappe Saskia gibt einen vorzüglichen Türsteher ab. Blick, Haltung, Stand, einmalig! Der Vize und die Rittersteaks sind ausgezeichnet vor dem Zugriff Unbefugter geschützt!

Ach ja, da ist ja auch der Nikolaus mit seiner Kutte wieder! Auch wenn ihm hier und da ein paar Kinder durch die Lappen gegangen sind, die Meisten konnte er mit Lutschern versorgen und brachte so ziemlich jedes der kleinen Menschen zum Grinsen. Zumindest, soweit ich das sehen konnte. Hat mir gefallen, definitiv!

Was könnte ich da jetzt noch weiter erzählen? Menschen kamen, es wurde gegessen, getrunken, geredet. Ich nehme mal stark an, so ziemlich jeder, der diesen Artikel liest, war schon einmal auf einem Weihnachtsmarkt und weiss, was da so passiert.

Es sei denn, die Abendländer sind da! Da kann es dann schon einmal passieren, dass ein Show-Act einfach so ins Programm platzt!

Da will ich mal wieder kurz etwas ausholen. Es mag Punkte geben, welche einen Abendländer ganz gerne ins falsche Licht rückt. Der Trupp läuft zum Beispiel mit Kutte herum. Das mag für einige Leute abschreckend sein. Auch Frisuren und Bärte können bei konservativ eingestellten Persönlichkeiten schon etwas Skepsis aufkommen lassen und auch der Name kann durchaus falsche Eindrücke vermitteln.

Sehr interessant zu beobachten ist, die Skepsis, der Argwohn, vielleicht auch die Scheu vor den Abendländern hält nie lange, denn die Persönlichkeiten haben durch die Bank ein gewinnendes Wesen! Da mag nun manch ein Leser die Augenbraue hochziehen und schmunzelnd daran denken, ich müsse ja so etwas schreiben, da ich ja irgendwo auch zu dem Laden gehöre. Da ich das aber weiss und meine Gehirnzellen sich nicht nur umeinander drehen, damit sie etwas zu tun haben, gibt es einen Grund, warum ich das genau an dieser Stelle erwähne! Denn, es gibt ein Beweis dafür, dass die Abendländer durchweg von sich überzeugen und Freundschaften schliessen können.

Erstens, da wäre der MGV Kulturgemeinde Sitterswald e.V. Hätten die Abendländer dort keinen Eindruck gemacht, wären dann die Tische von da gekommen?

Jetzt kommt das Zweitens! Auch der Musikverein Saarbrücken-Brebach 1983 e. V. liess sich blicken! Nicht, um ein Riitersteak zu essen, oder etwas in der Art. Nein! Sie kamen, sie spielten und das direkt bei den Abendländern! Ja, ganz genau! Der Verein kam nicht, um auf dem Sitterswalder Weihnachtsmarkt zu spielen! Die Leute kamen, um bei den Abendländern zu spielen!

Ich kann mich nicht dagegen wehren, der Stolz ist einfach da! Irgendwas müssen die Abendländer ja richtig machen! Zwei gestandene Vereine zählen zu unseren Freunden, also muss da ja irgendetwas korrekt laufen, oder? Ich finde es klasse!

Na? Zu viel gesagt? Ich bin der Meinung, auch wenn Nadine auf dem Video fehlt, zeigt es doch ganz hervorragend, wie der Abend so gelaufen ist und das die Jungs vom Musikverein Saarbrücken-Brebach tatsächlich wegen den Abendländern vor Ort waren. Einfach herrlich!

Gut. Viel mehr gibt es da wohl glaube ich nicht zu sagen. Es war ein echter Spass und wenn selbst ich Weihnachtsmarktmuffel freiwillig sage, dass ich mich da echt drauf gefreut habe, soll das ja wohl was heissen! Es ist eben super, in dem Trupp zu sein und zu helfen. Es macht Spass und man fühlt sich nicht alleine. Ich finde es richtig cool!

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One thought on “Der nächste Weihnachtsmarkt

  1. Filippo Calcagno

    9 Monaten ago

    Ein ganz großes Lob an Din für deine Berichte. Ich finde die Klasse und bereitet mir immer wieder Freude beim lesen. Und – wir vom Musikverein waren sehr gerne bei euch. Ich beschreib es mal so ähnlich wie Du, wären wir mit einem Bus angereist, die Musiker hätten sich um die Plätze gekloppt. So groß war die Freude nach Sitterswald zu kommen. Liebe Grüße, Filippo

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