Ein Bericht von Din Viesel

Ich fange mal damit an, ich bin überhaupt kein Freund von dieser Zeit. In meinem ganzen Leben habe ich noch keiner Veranstaltung bis zum Schluss beigewohnt und auch Umzüge eigentlich nur dann besucht, wenn ich quasi dazu genötigt wurde.

Tja. Da gibt es aber ein Mann, nennen wir ihn Mungo, mit dem ich immer mal wieder Zeit verbringe. Geschäftlich, oder auch privat. Wir verstehen uns und zufällig ist auch er es, der einer der Initiatoren dieser Veranstaltung in der Holzäppel-Halle in Bübingen ist. Da ich ihm helfe, wenn er mich darum bittet, hat er mich davon überzeugt, ich solle doch auch mal dabei sein, wenn er die Puppen fliegen lässt und was soll ich sagen, ich bin überrascht!

Das fängt schon damit an, die Erbsensuppe war wirklich hervorragend und reichlich. Kompliment an den Koch, welcher der zweite Initiator darstellt. Echt sehr lecker ein halber Liter Suppe ist deutlich mehr, als man meint! Auf jeden Fall schon ein gelungener Einstand für die ganze Geschichte.

Okay. Das man dann fast noch zwei Stunden warten musste, bis es endlich los ging, war suboptimal, aber gibt schlimmeres. Dann ging es auf jeden Fall los!

Was darf bei so einer Veranstaltung natürlich nicht fehlen? Nun, zumindest habe ich mir sagen lassen, da muss ein Prinzenpaar her. Hier läuft das dann aber ein bisschen anders, als man es vielleicht gewohnt ist, denn Prinzessin Pippine und Prinz Pippi (ich hoffe die sind korrekt geschrieben), haben es erneut geschafft, als Prinzenpaar der Suppenfaasenacht gewählt zu werden! Es handelt sich also um Prinzessin Pippine die 13. und Prinz Pippi der 13. Muss man auch erst mal hinkriegen!

Da marschieren sie ein. Obwohl man gerechterweise sagen muss, sie werden rein getragen. Gut, wer 13-Mal in Folge an der Macht ist, der wird es sich wohl leisten können, würde ich mal sagen.

Bei so einem Einmarsch ist ja auch ganz schön was los, muss ich mal anmerken. Was da aufgefahren wird, meine Güte!

Aber gut. Dann ging es los mit dem Programm. Dabei muss ich direkt mal eines anmerken, was bei weitem keine Kritik, sondern in meinen Augen eine Tugend ist!

Ich bin ja jetzt kein Fan dieser Veranstaltungen und wie gesagt, ich habe eigentlich noch nie eine von Anfang bis zum Schluss verfolgt. Nichts desto weniger war meine Erfahrung bislang, alles ist straff durchorganisiert. Es ist zwar die “Närrische-Zeit”, aber dennoch meint man zu erkennen, dass da dennoch alles geplant und möglichst detailreich durchgeplant ist.

Nicht so, mit Mungo am Mikrofon. Da kann es mal vorkommen, dass vor dem Ausmarsch dieser Nummer mit dem dreimal Alleh-Hopp vergessen wird, oder anstatt dreimal nur zweimal gerufen wird und ähnliches. Ja, bei der Suppenfaasenacht kann das schon mal ein bisschen daneben gehen.

Aber, wer mich fragt, genau da liegt der Grund, warum mir das wirklich von Anfang bis Ende gefallen hat! Es ist locker, man weiss nie so genau was passiert und wenn der Moderator sich da gerade am unterhalten ist und die Akteure auf der Bühne vergisst, dann müssen die eben hier und da mal nachfragen, wann sie denn ausmarschieren dürfen. Für mich ist das weit, weit ansprechender, als ein straff durchorganisiertes Programm, wo möglichst keine Fehler passieren dürfen. Närrische Zeit eben. Da darf es doch auch mal daneben gehen, oder?

Ja, da thront das Prinzenpaar und beobachtet den ersten Auftritt des Tages. Noch jung, aber schon ganz schön sportlich! Leider fehlen mir da Referenzen, deshalb kann ich jetzt nicht sagen, ob die Leistung gut, besonders gut, oder eher schlecht war. Was ich aber sagen kann, dieses junge Mariechen steht ganz alleine auf der Bühne und das vor einem vollen Haus. Allein diesem Mut gehört Respekt gezollt!

Ach ja, da war ja noch was. Nach dem Auftritt gibt es ja noch Orden. Dummerweise ist Mungo, wie er selbst zugibt, zu faul! Deshalb lässt er immer die Trainer, oder wen er sonst greifen kann, auf die Bühne kommen, um die Orden zu verteilen. Gut, hat auch seine Vorteile, da man auch die Trainier berücksichtigen sollte. Lustig ist es dann aber, wenn er einen der Akteure nach dem Namen des Trainers fragt und der erst überlegen muss. Ich musste dabei definitiv immer schmunzeln!

Um das zu verdeutlichen, was ich schon angesprochen habe, der Saal war wirklich voll! Da muss man nun mal bedenken, wenn man so ein junges Ding ist, wie hoch muss da das Lampenfieber sein? Da dann auf die Bühne zu gehen und zu tanzen, mein lieber Schwan! Respekt!

Weiter im Text! Alles noch ganz junge Akteure, für die das Gleiche gilt. Sie mögen noch nicht so perfekt sein, synchron noch gar nicht wirklich im Wortschatz haben, aber sie gehen auf die Bühne und stellen sich dem Lampenfieber. Da muss mir keiner was erzählen, dass gehört für mich gewürdigt!

Es gab noch weitere Programmpunkte von den Holzäppel, aber leider sind mir dabei keine wirklich guten Bilder gelungen.

Hier habe wir dann gleich vier Funkemariechen, die eine wirklich gute Performance hingelegt haben, insofern ich das beurteilen kann. Alleine bei dieser Figur tut mir persönlich direkt alles weh. Die Mädels hingegen scheinen damit keine Schwierigkeiten zu haben, denn was die da geleistet haben, ich musste wirklich staunen!

Und wie gehabt, natürlich hat der liebe Mungo auch hier brav daneben gestanden und zugeschaut, wie die Orden verliehen wurden. Egal, war lustig!

So. Mach du jetzt mal mit einem normalen Handy, welche nicht gerade die beste Kamera hat, anständige Bilder von Breakdance. Nun, so halbwegs ist mir hier eins geglückt und ich muss sagen, die Körperspannung der Jungs ist beachtlich! Auf jeden Fall auch hier eine Bekundung meines Respekts!

Zwei Dinge sind aber in meinen Augen noch zu nennen. Da wäre zum Einen, wie Mungo in seiner Moderation erwähnte, ist diese Gruppe seit 13 Jahren, also seit Beginn der Suppenfaasenacht mit dabei! Es scheint ihnen also zu gefallen und der nächste Punkt ist:

Der Junge Mann hier ganz im Vordergrund. Leider ist es nicht wirklich gut zu erkennen, aber dessen Figur entspricht nicht wirklich der eines Breakdancers. Aber, er ist bei dem Trupp dabei, macht seine Performance und hat anscheinend keine Scheu vor Auftritten. Für mich ein perfektes Beispiel für eine Gruppe, die nicht von so etwas unsinnigem wie Oberflächlichkeit behaftet ist. Mein tiefster Respekt dafür! So sollte es eigentlich sein!

Dann kamen die. “M’r sin nit so”. Als jemand, der von der ganzen Geschichte keine Ahnung hat, hat bei mir nur was geklingelt, dass die ganz gut sein sollen. Mungo meinte auch, als er sie geragt hat, ob sie kommen wollen, war er sich noch nicht sicher, ob sie zusagen würden. Die sind viel gebucht und haben in der Zeit anscheinend dauernd irgendwelche Auftritte und Meisterschaften und was weiss ich. Er musste ihnen auch die Abmessungen der Bühne durchgeben und dachte schon, da sagen sie ab.

Doch nein. Die grosse Garde kam, wenn auch durch den mangelnden Platz bedingt in reduzierter Besetzung. Aber, sie waren da und haben was gezeigt!

Nun, ich habe wirklich keinen Plan von der ganzen Nummer, aber selbst ich habe gemerkt, dass das Profis sind! Mein lieber Schwan, die haben so richtig was drauf! Alter Schwede, Respekt! Die haben ihren Ruf definitiv zurecht, dass kann sogar ich erkennen!

Doch was ist das? Invasion der Frösche? Nun, könnte man wohl so sagen. Ich habe auch eine kritische Stimme während des Auftritts gehört, dass wäre eigentlich eher Zumba. Ja und? Die Mädels haben ihr Show abgespult, sich dabei nicht verletzt und schienen Spass dabei gehabt zu haben. Zumindest war das mein Eindruck. Also. Wo liegt da dann das Problem? Ich fand das cool, was die da gemacht haben.

Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist hier auch eine Besonderheit zu bestaunen. Die Altersspanne hier scheint von 10 bis über 60 zu reichen! Alle in einem Auftritt. Finde ich toll!

Aus Dudweiler kam dann noch eine Performance der etwas anderen Art. Was hier gezeigt wurde war eher ein Musical von König der Löwen. Coole Kostüme, guter Auftritt, ein schöner Kontrast, auch wenn hier und da die Musik ein bisschen fragwürdig war.

Ja, doch. Die Kostüme waren schon gut gemacht, da kann man gar nichts gegen sagen. Wobei ich aber sagen muss, an Mungo ist auch ein passabler Rafiki verloren gegangen, oder?

Ach ja, je später der Abend …

Ich war am überlegen, ob ich das Bild zeigen soll, oder doch nicht. Nun, ich zeige es und das aus zwei Gründen. Zum Einen zeigt es, dass auch am Abend noch ein Abendländer hinzu gestossen ist und zum Anderen hoffe ich, dass sich die Dame schön aufregt, wenn sie das Bild im Internet sieht. Ja, ich bin gemein, ich weiss!

Weiter mit Gesang! Bislang bestand jeder Auftritt aus tanzen. Um das ein wenig aufzulockern gaben sich auch die Wood Äpple Girls (cooler Name wie ich finde), die Ehre. Meines Wissens nach zum ersten Mal überhaupt und ich finde, so schlecht haben die ihre Sache gar nicht gemacht. Es reicht wohl noch nicht für eine goldene Schallplatte, aber auch Zwerge haben mal klein angefangen.

Nun wurde aber Kritik laut, mit solchen Beinen sollte man nicht in einem solchen Outfit auf die Bühne. Gut. Ich selbst darf da nichts sagen, ich habe auch nicht gerade die perfekte Figur. Aber ich kann nur sagen, wo liegt das Problem? Ich habe da deutlich schlimmeres gesehen! Zudem, wie viele Frauen würden sich denn schämen, so auf die Bühne zu gehen? Warum eigentlich? Alles Blödsinn! Die Mädels waren da oben, haben gesungen und haben auf mich nicht den Eindruck gemacht, sich wegen irgendwas zu geschämt zu haben und so soll das auch sein!

Dann eine Büttenrede, die kurzfristig wegen einer Erkrankung eingesprungen ist. Meinen Humor hat es jetzt nicht getroffen, aber aufgrund der Art. Gut gemacht haben die ihre Sache auf jeden Fall, nur eben nicht meinen Humor getroffen. Muss ja auch nicht, ich meine, Geschmäcker sind verschieden. Das Publikum hat auf jeden Fall viel gelacht und auch mitgesungen. Ein klarer Erfolgt, wenn man mich fragt!

Bauer sucht Frau, die Musical Version. Könnte man so sagen. War lustig und gut gemacht, meiner Meinung nach. Ob das nun zur Faasenacht gehört, scheint man geteilter Meinung zu sein, aber ich fand es nicht schlecht.

Schlussakt. Arno, der Sänger auf diesem Bild, ist auch jener, der für das Essen zuständig war und mit Mungo zusammen die ganze Geschichte auf die Beine gestellt hat.

Zum guten Schluss dann noch zusammen mit den Wood Äpple Girls und ich war tatsächlich überrascht. Letzter Programmpunkt und ich war immer noch mit Freude dabei. In aller Regel bin ich immer der, der möglichst schnell das Weite sucht, aber nein, ich war noch da und hatte sogar noch meinen Spass. Wohl mit Unterstützung meiner Tochter, aber ich fühlte mich keines Wegs gedrängt, schnell das Weite zu suchen!

Aber nicht nur das. Man mag es kaum glauben, aber selbst ich habe für meine Hilfe zum guten Schluss so einen Orden bekommen. Lustig, oder? Hätte ich ja nicht mit gerechnet, gefreut habe ich mich aber dennoch!

Bevor ich nun aber zum Schluss komme, da waren natürlich noch Leute zugegen, die ich erwähnen sollte.

Ja, auch ein Din Viesel wuselt da auf der Bühne rum. Wie kann er nur?

Wen haben wir denn da? Ein Abendländer? Sowas? Wo gibt es denn sowas?

Schau, noch zwei! Da ist ein Nest!

Ja, so war das. Suppenfaasenacht 2020 und ich von Anfang bis Ende dabei. Das dieser Tag kommen würde, damit hätte ich niemals gerechnet! Aber, es ist so gekommen und irgendwie bin ich schon gespannt, ob ich das bis 2021 tragen kann und dann wieder mit Freude dabei sein werde!

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